Transit durch Botswana
Abstecher auf der „Old Ghanzi Road“
Diese Reise hatte das zentrale Afrika mit Fokus auf Zambia als Ziel. Nach unserem Neustart in Windhoek war Botswana nur eine Art Transitland, zumal wir nicht so viel Zeit verlieren wollten, bevor die Regenzeit beginnen würde.
Auch wenn es uns zunehmend sehr schwer fiel neue und unbekannte Pisten zu entdecken, waren wir doch erfolgreich.
Bei der Nutzung, der praktisch nicht mehr benutzten „Old Ghanzi Road“, stießen wir auf einige ausgetrocknete Salzpfannen. Auch waren wir bei dem fast ausgetrockneten Boteti River den Elefanten näher als gedacht.
Besuch bei den Elefanten – „Elephant Sands Camp“
Bislang hatten wir nie die Gelegenheit genutzt, um im „Elephant Sands Camp“ auf dem Wege in den Norden einen Stopp einzulegen und an dem Wasserloch zu übernachten. Dieses Wasserloch wird von vielen Elefanten als Anlaufpunkt genutzt. Vor Ort campten wir direkt an dem Trampelpfad, den die Mehrzahl der Elefanten nutzen, um an das wertvolle Nass zu kommen. Es verging kaum eine Minute tagsüber oder auch in der Nacht, an dem nicht gerade irgendein Elefant anwesend war, um seinen Durst zu löschen.
ZAMBIA – David Livingstone und die Wasserfälle des Nordens
Auf den Spuren des Entdeckers David Livingstone im wirklichen Afrika
Was wäre ein Besuch in Zambia, ohne sich mit der Geschichte des schottischen Afrikaforschers und Missionars David Livingstone näher zu beschäftigen?
Sicherlich liegt der Fokus der meisten Besucher auf den Attraktionen weiter im Süden. Stellvertretend am Zambezi die berühmten Victoria Falls oder auch der Southern Luangwa Nationalpark. Aber gerade der Norden, der bis zu der Ankunft von Livingstone vor gerade einmal 150 Jahre den Europäern praktisch völlig unbekannt war, bot noch viele „afrikanische Momente“.
Besonders eindrucksvoll waren die einsamen Buschfahrten, wenn man sich das Tagebuch von Livingstones letzter Forschungsreise im Zeitraum 1865-1873 auf der Suche nach den Nilquellen durchlas.
Die Begegnung im Jahre 1871 des amerikanischen Journalisten und Forscher Henry Morton Stanley, mit dem bereits seit über zwei Jahre verschollenen und für Tod geglaubten Livingstone im einsamen Busch („Dr. Livingstone, I presume?“) ist wohl nur eine von den vielen abenteuerlichen Anekdoten. Zudem nutzten wir die Möglichkeit die Stätte seines Todes in dem kleinen Dorf Chibuye am südlichen Rande des Bangweulu Sees aufzusuchen. Dort ist er am 01.Mai 1873, schon länger durch diverse Tropenkrankheiten völlig geschwächt, vermutlich an der Ruhr gestorben. Während sein einbalsamierter Körper zurück nach England gebracht wurde, hatte man sein Herz unter einem Baum vor Ort begraben. Heute ist hier eine Gedenkstätte.
Auf der ausgiebigen Fahrt durch den Busch kamen wir auch an einsamen Orten, wie der Nsalu Cave, dem Lake Wakawaka und dem mit einem morbiden Charme versehenen kleinen Fischerort Samfya am nördlichen Ufer des Lake Bangweulu vorbei.
Zambia – Auf der Wasserfallroute im hohen Norden
Nach der ausgiebigen Erkundungsfahrt im äußersten Westen bei unserem vorigen Trip, stand dieses Mal der Norden und seine vielen Wasserfälle auf unserem Programm. Abseits der berühmten Victoria Falls im Süden hat Zambia viele weitere wenig besuchte recht abseits gelegene Wasserfälle im Norden aufzuweisen.
U.a. die Kundalila Falls, Mumbuluma Falls, Ntumbachushi Falls, Lumangwe Falls, Kabwelume Falls, etc. Jeder dieser Wasserfälle war auf seine Art beeindruckend, sehenswert und kaum besucht.
Der Zambezi River – Namensgeber, Grenzfluss und Heimat vieler Tiere
Der Zambezi ist nicht nur Namensgeber zweier Länder, von Nationalparks und Grenzfluss zwischen Zambia und Zimbabwe, sondern bietet auch aus jeder Höhenlage immer wieder spektakuläre Einblicke. Auch außerhalb der Nationalparks trifft man häufig auf Tiere. Es ist nur eine Frage der Zeít, wann einen die Affen belästigen, ein Elefant einem beim Spaziergang im Busch über den Weg läuft oder man das typische Geräusch eines Nilpferdes hört. Wenn man sich auf das Wasser wagt, dann sieht man auch viele Krokodile.
Zimbabwe – Abstecher in das östliche Hochland
Unsere diesmalige Durchquerung durch Zimbabwe kombinierten wir mit einem Abstecher in das östliche Hochland, welches wir bis bislang vernachlässigt hatten.
Hier trafen wir bei unseren Fahrten, abseits der großen Straßen, auf verlassenes oder zu mindestens total vernachlässigtes Farmland. Auch nach mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten sind die fatalen ökonomischen Folgen der Enteignung der weißen Farmer nicht zu übersehen.
Auf der anderen Seite holt sich die Natur durch die „Deindustrialisierung“ ein Stück zurück und uns bot sich hier und da die Möglichkeit eines unverhofften Buschcamps.
Unsere Route führte uns weiter über das Hochland durch die für die Holzfällerei genutzten Wälder bei Stapleton, die Stadt Mutare, das ehemalige Landhaus „La Rochelle“, hinunter in das weite heiße Buschland, welches auch häufig für den Zuckerrohranbau genutzt wird.
Südafrika – Zeit für eine Generalüberholung des Grimbers
Dieses Mal stand bei unserer Rückkehr nach Johannesburg eine Generalüberholung an. Die Liste wurde länger und länger in den letzten Wochen.
Während der recht langen Standzeit nutzten wir zum ersten Male die Zeit für einen intensiven Besuch des Innenstadtbereiches von Johannesburg. Trotz des sicherlich gerechtfertigten schlechten Rufes, waren wir recht positiv überrascht. Mit dem „Hop on – hop off“ Bus kann man große Teile der Stadt recht bequem (und sicher) anschauen.
Bevor es für uns wieder zurück nach Europa ging, wollten wir die restliche Zeit noch für einen Abstecher nach Swaziland nutzen.
Swaziland – Erkundung der Nationalparks
Vor vielen Jahren (in einem anderen sozialversicherten Leben) waren wir schon einmal (sehr) kurz als normale Touristen (mit maximal 30 Tagen Jahresurlaub!) mit einem Mietwagen auf einer Art Durchreise in Swaziland.
Die wenigen Sachen, die wir uns damals anschauen konnten, wurden wohl eher im Schnelldurchlauf abgehakt.
Auch wenn Swaziland von der Größe relativ überschaubar ist, nahmen wir uns dieses Mal wesentlich mehr Zeit für die Nationalparks und sonstigen Attraktionen wie z.B das Malolotja NR, die Hawane Mine (angeblich die älteste Mine der Menschheit), das Mantenga Culture Village, das Mlilwane WR und letztlich das Hlane NR mit seinen Nashörnern.
Nach dem Verlassen von Swaziland ging es auf dem südliche Wege zurück nach Johannesburg.
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